Andalusien ist seit jeher eine Olivenanbauregion. Nirgendwo auf der Welt wachsen so viele Olivenbäume und werden so viele und so gute Olivenöle produziert wie hier. Kein Wunder also, dass es 13 Ursprungsbezeichnungen und geschützte geografische Angaben gibt, mit Jaén und Córdoba an der Spitze. Das Klima und die Beschaffenheit der einzelnen Provinzen bringen eine breite Palette von Ölen hervor, von denen jedes seinen eigenen Charakter hat. Picual, Hojiblanca, Picuda, Manzanilla, Gordal, Lechín, Verdial oder Arbequina sind nur einige der Namen, die Sie kennenlernen werden, wenn Sie sich auf eine Reise durch das Land des flüssigen Goldes begeben.

Andalusien ist seit jeher eine Olivenanbauregion. Nirgendwo auf der Welt wachsen so viele Olivenbäume undkte.

 

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Diesen Kreislauf der Verwandlung – gastronomische Kultur im weitesten Sinne, von der Olive bis zum Gold, das unsere Speisen veredelt – kennenzulernen, ist die Grundlage des Olivenöltourismus: Erlebnisse, die das Beste der lokalen Kultur mit ländlichem, industriellem und gastronomischem Tourismus verbinden.

 

Wenn Sie in die Erfahrungen der Olivenbauern eintauchen möchten, gibt es nichts Besseres, als an der Arbeit des „Verdeo“ teilzunehmen. Diese alte Tradition besteht darin, zwischen September und November grüne Oliven zu ernten. Manche pflücken sie geduldig per Hand – die Technik des sogenannten „Melkens“. Häufiger kommen jedoch Stöcke oder mechanische Rüttler zum Einsatz. In einigen Regionen wie Arahal oder Olivares in der Provinz Sevilla werden zu diesem Anlass Feste gefeiert.

 

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Um die jahrtausendealte Kultur der Olivenhaine besser kennenzulernen, sollten Sie unbedingt eine Ölmühle besuchen, in der die Oliven zu Öl verarbeitet werden. Der Begriff „Almazara“ stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Ort des Pressens“. Schriftliche Quellen belegen, dass die ersten Ölmühlen im 6. Jahrhundert v. Chr. im antiken Griechenland entstanden. In Andalusien existieren zudem beeindruckende römische Anlagen wie der Komplex Cortijo de Robles in Jaén. Heute sorgen moderne Technologien für höchste Qualitätsstandards.

 

Viele Ölmühlen bieten Besuche in den Olivenhainen oder die Teilnahme an einer Olivenölverkostung an. Ja, man trinkt es auch! Danach lädt die Öltherapie dazu ein, das Öl auf der Haut wirken zu lassen. Spas und Wellnesszentren in den Erzeugerregionen bieten diese Anwendungen an, bekannt für ihre regenerierende Wirkung.

 

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In der Provinz Jaén bündelt das Programm „Oleoturismo Jaén“ diese Erlebnisse, ergänzt durch Reit- oder Wanderrouten durch ein Meer jahrhundertealter Olivenbäume. Zum Ausruhen gibt es nichts Besseres, als in einem der Cortijos oder Bauernhäuser zu übernachten – herausragende Beispiele andalusischer Architektur in Verbindung mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit. Verpassen Sie nicht die Botifuera, ein beliebtes Frühlingsfest zur Feier des Endes der Olivenernte.

 

Olivenbäume sind ein wesentlicher Bestandteil der andalusischen Landschaft. Weite, gitterartig angelegte Flächen erstrecken sich über ein Gebiet mit gewundenen, oft jahrhundertealten Baumstämmen, die die Quelle des Wohlstands seiner Dörfer, die Grundlage seiner Gastronomie und der Tragpfeiler seiner Traditionen sind. Andalusien und seine Olivenhaine sind seit Jahrtausenden untrennbar miteinander verbunden.